Jüdisches Thüringen

Hintergrundwissen 'Geschichte des jüdischen Thüringen'

Eine umfangreiche Dokumentation über die Geschichte des Thüringer Judentums, die von Israel Schwierz unter Mitarbeit von Johannes Mötsch für die Landeszentrale für politische BIldung Thüringen erstellte wurde, können Sie unter Zeugnisse jüdischer Vergangenheit in Thüringen als pdf-Dokument abrufen.




Radio Shalom

Jede 1. Dienstag im Monat zwischen 18 und 19 Uhr können Sie eine Stunde lang jüdisches Radio hören. In Erfurt finden Sie Radio Shalom auf der UKW-Frequenz 96,2 MHz und in Weimar auf 106,6 MHz.

Eine Stunde jüdische Kultur live aus dem Funkwerk, mit Projekten, Reportagen, interessanten Studiogästen und natürlich viel Musik!

Radio Shalom bringt Berichte über jüdisches Leben in Deutschland, über Tradition und Religion, Diskussionen über Israel und Juden in der ganzen Welt und greift Tabuthemen auf.

Schalten Sie ein und erfahren Sie mehr über interessante Projekte und interkulturelle Aktionen, über Klezmer und neue Musik aus Israel! Sie sind herzlich eingeladen zum Mitmachen.




Homepage zum mittelalterlichen Friedhof Erfurts frei geschaltet

Der bereits im 15. Jahrhundert in Erfurt zerstörte jüdische Friedhof an der heutigen Ackerhofsgasse ist jetzt mit einer virtuellen Darstellung auf der Webseite zum Jüdischen Leben in Erfurt präsent. Im Mittelalter forderte der jüdische Ritus, dass die Toten außerhalb des Wohnviertels bestattet wurden. 500 Meter vom jüdischen Viertel entfernt befand sich der Friedhof, der nach dessen Zerstörung mit einem heute noch stehenden städtischen Kornspeicher bebaut wurde.

Die Tatsache, dass vielerorts in der Stadt Reste sowie vollständig erhaltene Grabsteine dieses Friedhofs gefunden wurden, so hatte man sie beim Kornspeicher oder beim Ausbau der Stadtbefestigung als Baumaterial genutzt, hat den Guten Ort wieder stärker in das Bewusstsein gebracht. Durch die Entfestigung im 19. Jahrhundert konnten einige dieser mittelalterlichen Grabsteine wieder freigelegt werden.

Die Leiterin der Alten Synagoge Erfurt, Ines Beese, hatte die Idee dieser Art der Präsentation schon länger. Die Katalogisierung der Steine und die Übersetzung der Inschriften haben die Verwirklichung jetzt ermöglicht. Der Ort am damaligen Moritztor erscheint auf einem Stadtplan von 1675. Der interaktive Plan zeigt nicht nur den mittelalterlichen Friedhof und wichtige städtische Orientierungspunkte, wie den Dom und die Krämerbrücke. Hier sind auch weitere Orte erfasst, die sich mit jüdischen Begräbnis- und Trauerriten verbinden lassen.

Exemplarisch für die 120 aufgefundenen mittelalterlichen Grabsteine in Erfurt werden fünf der Steine aus dem 12. und 13. Jahrhundert abgebildet. Mit kurzen Hintergrundinformationen können die Nutzer Aspekte der jüdischen Bestattungskultur kennen lernen.

Den Zugang zu diesen Informationen findet man auf der Homepage Jüdisches Leben Erfurt unter dem Stichwort „Mittelalterlicher jüdischer Friedhof“ auf dem linken Seitenrand. Mit dem Öffnen dieser Unterseite erscheint rechts der Zugang zu dem virtuellen Friedhof.

Auf der Webseite zum jüdischen Leben in Erfurt wurde gerade eine Computeranimation zu den Bauphasen der Alten Synagoge in Betrieb genommen. Die Seite wird durch diese ansprechend umgesetzten Ergänzungen zu einem wichtigen Informationspool auch über die mittelalterliche jüdische Kultusgemeinde.




 
 

Informationen des Präsidiums